Felix Dieckmann

Zwei Tätgkeitsfelder sind im Berufsleben von Felix Dieckmann bestimmend:
bildende Kunst und Opernregie.

WERDEGANG

Felix Dieckmann wurde 1946 in Lüdenscheid/BRD geboren,
verstorben 2026 in Linz
studierte Geschichte, Germanistik und legte die Staatsprüfungen für das Lehramt an Realschulen ab, verbrachte sein Berufsleben aber dann an verschiedenen Theatern und wurde Professor am Brucknerkonservatorium in Linz. Insgesamt inszenierte er mehr als 40 Werke des Musiktheaters, darunter eine deutsche und eine österreichische Erstaufführung.

Daneben war ihm die Tätigkeit als bildender Künstler von gleicher Wichtigkeit: er war a.o. Hörer an einer Kunsthochschule und zeigte  seine Arbeiten – meistens Holzschnitte – in mehr als 50 Einzelausstellungen und mehr als 20 Ausstellungsbeteiligungen.
In der österreichischen Landesgalerie der o.ö. Landesmuseen wurden die „Bilder vom Sterben“ gezeigt. Durch die „Bilder zur Auferstehung“ ergänzt waren die auch in New York und Rom zu sehen. Die „Church of the Redeemer“ in der Altstadt von Jerusalem präsentierte den Holzschnitt-Zyklus „Geschwister“, der sich auf Spurensuche nach Gemeinsamkeiten in Judentum, Christentum und Islam begab, was im Rahmen einer Dissertation erwähnt wurde und auch auf dem Hoheitsgebiet des Vatikans zu sehen war. Die Universitätsbibliothek Salzburg zeigte Arbeiten zu „Wort und Musik“, in Krummau/Tschechische Republik erarbeite Dieckmann als ‚artist in residence‘ Holzschnitte als bildnerische Kommentare zu Skizzen von Egon Schiele.
Die nächsten beiden Ausstellungen führen nach Nasushiobara/Japan und in das Margret-Bilger-Haus in Taufkirchen/Österreich, wo bildnerische Assoziationen zu Texten thematisiert werden.

WARUM HOLZSCHNITTE

„Einmal“, so Dieckmann, „weil ich das ‚Material Holz‘ so mag‘.
es erscheint so hart, so abweisen.
dann wieder weich, verständnisvoll,
wie Menschen sein sollten.
Selbst zarte, gteschwungene Linien
sind ihm abzuringen
und stehen dann
ganz unvermittelt
großen
Flächen
gegenüber.“

Über seine Arbeiten befand Mag. Anneliese Geyer/Kunstsammlung des Landes OÖ: „…F.D. arbeitet still in einer Nische – unbeirrt und mit großer Intensität und Energie für sich uns sein Werk. Und die Qualität dieser Arbeit berechtigt durchaus zu einem Vergleich mit Konkreter Kunst oder Visueller Poesie. Es hat im Lauf der Geschichte – der Kunstgeschichte – immer wieder Einzelpositionen gegeben, die das Augenmerk gesondert auf sich zogen. Ich würde sagen: Felix Dieckmann ist so eine Einzelposition.“
Und Heidi Höhn befand in der Neuen Presse, Coburg: „Leichte, helle Töne der farbigen Holzschnitte dominieren. Häufig erzeugt er aquarellleichte Tonflächen, die beim Farbauftrag mit dem Pinsel auf dem Druckstock entstehen und jeden Abzug ein wenig anders erscheinen lassen.“

Ein Dutzend Bücher zeigen Holzschnitte des Künstlers. Die wichtigste Publikation ist wohl ein Buch mit über zweihundert Seiten, das einen einzigen Kerninhalt hat: e i n  Gedicht von Hertha Kräftner, wobei jedes Wort in Holz geschnitten ist und eine eigene Seite erhält. Auch den Satzzeichen ist jeweils ein Blatt zugestanden und die Betrachtenden sehen auf diese Weise das Gedicht Wort für Wort wachsen. Dr. Daniela Strigl, langjährige Jurorin des Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt, hat eigens für dieses Buch eine Interpretation des Gedichts geschrieben, das durch drei Illustrationen ergänzt wird.

RIGOLETTO
FRA DIAVOLO
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ROMEO UND JULIA
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DIE SPANISCHE STUNDE
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